




Steamboat Switzerland «GOOMR»
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GOOMR
FĂŒr diese konzertierte Aktion hatten die Richtigen die Finger im Spiel: Felix Klopotek mit dem Kölner Label, Reinhard Kager als NowJazz- & JetztMusik-Mann vom SWR2, und natĂŒrlich der Full-Blast-Bassist Marino Pliakas, der Hammondorgler und Elektroniker Dominik Blum und der Drummer Lucas Niggli. Das Schweizer Trio hat âGet Out Of My Roomâ, eine Kompostion ihres Landsmannes F. Profos (*1969), bei den Donaueschinger Musiktagen 2006 uraufgefĂŒhrt und 2008 eingespielt, jeweils verzahnt mit âHeatâ, nicht umsonst so getauften Stoff eigener Machart. Profos, wenn man seinen Kompositionen âCome to Daddyâ, âDunkles Hotelâ oder âLingua Mortuorumâ lauscht oder âSlow Burnsâ, das er 2003 fĂŒr das Maarten Altena Ensemble geschrieben hat, eher Melancholiker und stiller BrĂŒter als Kraftmensch, hat hier mit den FĂ€usten komponiert. Ostinate, unregelmĂ€Ăige Hiebe oder RammstöĂe, zunehmend knurrig und verzerrt, bestimmen den ersten seiner vier SĂ€tze, der sich ganz einem Durchbruchswillen hingibt. Der zweite Satz lĂ€sst jeden Schlag bassknurrig dröhnend nachorgeln, akzentuiert von zischenden Cymbalblitzen. Diese GötzendĂ€mmerung - man denkt nĂ€mlich unwillkĂŒrlich an Die Donnergötter von Rhys Chatham - versucht âFirst Heatâ, das fliegend durchstartet, mit purer Raserei dem Endziel nĂ€her zu bringen. Zischendes Gepolter, bassdrumdurchdonnert, jaulendes Georgel und Bassriffing, dass die Finger glĂŒhen, versetzen das Steamboat in ein brodelndes Stahlgewitter, mitten in eine stalinbeorgelte Kesselschlacht. Mittendrin bleiben nur zitternd georgelte Triller, ein flatternder Schweben ĂŒber dem Abgrund. Dem folgt Profosâ dritte Attacke, mit SchlĂ€gen, die jetzt an sich zu zweifeln scheinen. Das Knurren setzt immer wieder an, aber die Beats markieren jetzt nur den Takt einer Auszeit. âSecond Heatâ erweitert den Zeitrahmen durch kakophones Ausdifferenzieren, dem Bassdrumgeboller kurz einen groovigen Schub gibt. Doch noch wird klangverliebtes Klim und Bim bevorzugt, wieder mit zitternden Orgelsplittern. Aber dann kommt es doch ins Rollen, ein unbedingtes Ja zur höheren Gewalt (nach der Profos sein Ensemble Forcemajeur benannt hat, in dem auch Niggli wieder auftaucht). Nietzsches Schweizer VermĂ€chtnis? Die letzten drei Minuten sind ein einziger Kladderadatsch im Wechsel von Profos-Beats und Steamboat-Dithyrambik. Licht wird alles was ich fasse, Kohle alles, was ich lasse...
Rigobert Dittmann

Steamboat Switzerland «Zone 2»

Steamboat Switzerland «WertmĂŒller»
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rH.lH.rF.lF. [schönheit]
Pressestimmen:
Endlich einmal wieder intelligente Risikomusik Neuste Luzerner Zeitung
Wer denkt, er habe alles schon gehört, kennt vielleicht Steamboat Switzerland noch nicht. Wen neue Töne locken, dem bietet das ZĂŒrcher Trio ein Abenteuer fĂŒr die Ohren. hören kann Spass machen. Music Scene
Das Erlebnis des Jahres Dresdner Neuste Nachrichten
Die einzig möglich Zukunft des Postrocks Kölner Stadtrevue
Steamboat Switzerland verbinden die Wucht von Punk mit der RadikalitĂ€t zeitgenössischer Komposition. FrĂŒher hĂ€tte man dazu Avantgarde gesagt. TAZ
GROB 315
Steamboat Switzerland – Budapest
GROB 316
Steamboat Switzerland – ac/dB [Hayden]
Ăber zwei Jahre, nachdem Steamboat Switzerland mit ihrer Live-CD wie ein Faustschlag in der (Post-)Improv- und (Post-)Noise-Szene einschlugen, erscheinen jetzt die lang erwarteten Nachfolge-CDs. PrĂ€sentierte ihre DebĂŒt-CD noch ein Patchwork aus Improvisationen, Eigen- und Fremdkompositionen und RockstĂŒcken, so sind Budapest und ac/dB [Hayden] kompakte, in sich geschlossene, ebenso beschwörende wie monolithische Werke.
Dabei können die CDs nicht unterschiedlicher sein.

Steamboat Switzerland Budapest
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Budapest ist das Resultat eines rein improvisierten Konzertes, das sie in der Donaumetropole im Herbst 1999 gegeben haben. Der Noise und die Progrock-Wurzeln sind so sehr verdichtet, dass es keine Klischees und keine Zitate mehr gibt, nur Spannung, die an sich selbst zerbirst! Die CD wurde von Stephan Wittwer abgemischt und co-produziert, er steuerte auch das Intro, ein Kleinod des Zerhacktseins, bei. Konsequenterweise ist der Grungetrack, den die Band im Anschluss an ihre Improvisation als Zugabe spielten, eine Komposition von Wittwer.
Die Linernotes zu dieser CD hat der Autor Dietmar Dath (Spex, Jungle World, VErbrecher Verlag) geschrieben.

Steamboat Switzerland ac/dB
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ac/dB [Hayden] ist ein Clash zweier Kompositionen: dB ist ein Werk, dass der englische Komponist Sam Hayden eigens fĂŒr Steamboat geschrieben hat. Es alterniert auf der CD mit ac, einer kollektiven Komposition der Bandmitglieder Dominik Blum, Lukas Niggli und Marino Pliakas. Beide StĂŒcke reiben sich aneinander, umspĂŒlen und kontrastieren sich und stellen sich gegenseitig in Frage. So entsteht ein ungemein spannungsvolles Gesamtwerk, das (so abgedroschen es auch klingen mag) grösser als seine Einzelteile ist. ac/dB [Hayden] demonstriert nicht zuletzt wie kraftvoll, explosiv und, nun ja, swingend Neue Musik sein kann. Oder ist das hier tatsĂ€chlich der Progressive-Rock der Jetztzeit, der ganz locker den ganzen Postrock der letzten Jahre wegblĂ€st und vergessen macht?
Zwei CDs waren nötig (die beide auch autonom funktionieren), um den Kosmos der Band halbwegs abzubilden. Immer tiefer hinab in die unheimliche IntimitÀt der Abstraktion! Achtung!: Budapest und ac/dB [Hayden] erscheinen auch zusammen in einer auf 200 Exemplare limitierten Box. Diese Box wird auch exklusiv eine Single mit unveröffentlichten Tracks (u.a feat. Simone Vollenweider) enthalten. ac/dB [Hayden] wird zusÀtzlich noch im LP-Format veröffentlicht (200er Auflage) und ist als LP nur auf Anfrage bei der Band oder beim Label erhÀltlich.

Steamboat Switzerland unknown song/zone
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Das ultimative und weltweit einzige Avant-core Hammond Trio Steamboat Switzerland kreiert seine eigene Version eines Chart Songs geschrieben vom englischen Komponisten Sam Hayden, erschienen als Vinyl - Single bei Moon Records und GROB, und, Àhnlich der Melvins Single Edition ergÀnzt durch einen Impro Track auf Seite 2. Die Bandmitglieder (Dominik Blum, Hammond/ Marino Pliakas, Bass / Lucas Niggli, Drums) und als Special Guest die fantastische junge Indie-RocksÀngerin Simone Vollenweider, kombinieren Hard Core Elemente mit avantgardistischen und frei improvisierten: Too in awe of the transdecent properties of amplification for the jazz and Improv circuits, too wired an volatile for the alt.rock communities, annexed by the classical academy from the paralell soundworlds dreamed by Yannis Xenakis and Edgard Varese, it exists in a vibrant but diminishing place, sealed off from all enquiry, ripe for discovery (Tony Herrington at wire 1999)

Steamboat Switzerland live
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Steambaot Switzerland, ein Hammond-Trio der besonderen Art, legt, mit seinem Debut-Album «live» ein Meisterwerk in jeglicher Hinsicht vor. Konzeptionell geht das Trio neue Wege der Kombination von Elementen aus der Tradition von Rock/Metal/HC (Riffs, Power), der freien Improvisation (unmittelbare Gestaltung der Dramaturgie) und der zeitgenössischen Komposition (Tonmaterlal, Strukturen); - 74 Avant-Core-Minuten, die ohne jegliche Anbiederung auskommen und ein starkes musikalisches Statement zum Ende des Jahrhunderts darstellen. Im Repertoire erscheinen neben verschiedenen Rockminiaturen aus der Feder des ZĂŒrcher Gitarristen Stephan Wittwer (SLUDGE 2000), Arrangements von Kompositionen der zu unrecht nahezu unbekannten Amerikanerin Ruth Crawford (30er Jahre), dem Schweizer Serialisten Hermann Meier (50er Jahre) und Dominik Blum. Dem Trio ist es wichtig, dass zeitgenössische Tonkunst auch mit der Kraft des Rock-Lineups zu hören sein kann - und dort setzt auch eine weitere Fusion zweier bis anhin eher als disparat in Erscheinung getretener Aesthettismen an: die Welt der ambienthaften Improvisation wie sie in der heutigen PopulĂ€r-Musik (Techno, House) als Klangbild vertraut ist und als GegenstĂŒck die elektroakkustische Musik in der Tradition der Nachkriegsavantgarde. Von Stephan Wittwer produziert, in einem magischen Cover von Claudia Schmid ist Live ein wahrer FĂŒhl- und Hörgenuss.
Dominik Blum: Hammond Organ, Korg MS 20
Marino Pliakas: E-Bass
Lucas Niggli: Drums, Percussion
weitere Informationen: www.marinopliakas.com/steamboatswitzerland